Wenn du Versiegelungen entfernst, stößt du in der Regel auf verschiedene Schichten aus Schotter, Splitt, Sand oder ähnlichen Materialien. Diese Schichten wurden sorgfältig verdichtet, um eine stabile und tragfähige Oberfläche zu schaffen. Der darunterliegende Boden ist oft lehmig und ebenfalls stark verdichtet.
Das Abpflastern legt also einen verdichteten und nährstoffarmen Boden frei. Das schafft eine Herausforderung, aber auch eine Chance für spezielle Pflanzenarten.
Unsere Herausforderungen
- Bodenverdichtung: Die massive Verdichtung durch Rüttelplatten und schwere Maschinen behindert das Wurzelwachstum, den Wasserabfluss und die Nährstoffaufnahme. Wasser kann sich stauen, was zu Staunässe führt und viele Pflanzen schädigt.
- Nährstoffarmut: Die freigelegten mineralischen Schichten sind von Natur aus nährstoffarm.
- Wenig Humus: Die ursprüngliche Humusschicht wurde beim Aushub entfernt.




Potenziale und Pflanzenarten
Die beste Lösung ist, den Boden gezielt zu verbessern und Pflanzen zu wählen, die mit diesen Bedingungen klarkommen. Pflanzenportraits und eine gute Suchoption nach Standorten bietet die Online-Datenbank und App https://www.naturadb.de/ oder
- Pioniere und Tiefwurzler: Pflanzen, die als Pioniere auf Brachflächen wachsen, eignen sich gut. Sie sind an schwierige Standorte angepasst und können mit ihren kräftigen Wurzeln den Boden aufbrechen.
- Beispiele: Königskerze, Nachtkerze, Wegwarte.
- Pflanzen für trockene, magere Standorte: Die freigelegten Schotter- und Sandschichten bieten ideale Bedingungen für trockenheitsliebende und magere Standorte.
- Beispiele: Heiligenkraut, Lavendel, Thymian (Thymus), diverse Zwiebelgewächse wie Allium-Arten.
- Stauden: Sonnenbraut, Sonnenauge, Raubblatt-Aster.
- Bodenverbesserung: Um den Boden langfristig zu verbessern, solltest du ihn auflockern und organisches Material wie Kompost einarbeiten. Auch Gründüngung mit tiefwurzelnden Pflanzen wie Ölrettich hilft, die Struktur aufzubrechen und Humus aufzubauen.




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